Frundeckgeist

Frundeckgeist

Der Frundeckgeist geht auf eine historische Begebenheit aus dem 19. Jahrhundert zurück. In der Ruine der ehemaligen Raubritterburg Frundeck (um das 14. Jahrhundert) zwischen Ahldorf und Mühringen, fanden damals geheimnisvolle Beschwörungen statt, bei denen abergläubischen Menschen Geld abgenommen wurde.

 

Die Beschwörungen galten den sagenumwobenen Burggeistern, die den legendären Frundeck-Schatz bewachten. In dem heimatgeschichtlichen Roman von Fridolin Knöpfle wurden die damaligen Begebenheiten aufgegriffen. Noch heute hält die Figur des Frundeckgeistes diese geheimnisvolle und düstere Geschichte lebendig. 

Der Frundeckgeist wurde 1976 als dritte Maskengruppe der Narrenzunft Ahldorf gegründet.

 

Die wuchtige und langgezogene Maske des Frundeckgeistes wirkt furchteinflößend: Große, dunkle Augenhöhlen und markante Gesichtszüge prägen den Weißnarr. Auf der Stirn sind Baumstümpfe und verwelkte Blätter eingearbeitet, die an die verfallene Burgruine erinnern. Das weite weiße Häs ist geprägt durch flügelartige Ärmel und einem langen Maskentuch. Auf der Brust ist die Burgruine Frundeck abgedruckt. Außerdem sind zwei Figuren zu sehen, die eine gespenstische Atmosphäre vermitteln. 

 

Ein echtes Highlight der Gruppe ist der Geisterwagen, der die Gruppe fast zu jedem Umzug begleitet. In unzähligen Arbeitsstunden hat die Geisterwagen-Crew das „Gautscherle“ – wie es liebevoll genannt wird - in Eigenregie aufgebaut. Inspiriert von der Raubritterburg Frundeck hat der Künstler „Dirty Mike“ dem Wagen seine besondere Optik verliehen.

 

Außerdem besitzt die Gruppe eine Schatztruhe auf Rollen, aus der Schoko-Goldtaler an die Kinder verteilt werden. Zu besonderen Anlässen begleiten der Bauer und das Burgfräulein die Frundeckgeister beim Umzug.

Frundeckgeist
Frundeckgeist
Bauer und Burgfräulein