Geschichte

Geschichte

In Ahldorf wurde laut Aussage älterer Mitbürger bereits vor 1900 mehr oder weniger organisiert fröhlich gefeiert. Das erste Bildmaterial stammt aus Privatbesitz und geht auf das Jahr 1911 zurück. Die Rekruten des damaligen Jahrgangs spielten am traditionellen Versammlungsort „Dächle“ ein Theaterstück. 

 

Es war zu jener Zeit Sitte, dass die jeweiligen Rekruten des Jahres für Theateraufführungen zuständig waren. Dieser Brauch hielt in dieser Form bis in die 1930er-Jahre an, als die sogenannte „Fasnetsbande“ das Theaterspielen übernahm.


Um 1911 gehörten noch weitere Bräuche dazu. Damals zogen maskierte Narren von Haus zu Haus. Sie zählten den Bewohnern die Sünden des vergangenen Jahres auf und erhielten Most, denn Schnaps war zu teuer. Die Bewohner versuchten, die Maskierten zu identifizieren.

 

Der Umzug fand regelmäßig am Fasnetsdienstag statt. Dabei wurde ein in Erbsenstroh gebundener Mann als „Äschenteufel“ mitgeführt. Der Treiber trug damals Frack und Zylinder, später war es eine maskierte Gestalt. 

 

Nach dem Umzug fand das bereits erwähnte Theaterspiel am „Dächle“ statt, und die traditionelle Fasnetspredigt wurde gehalten. Nach Umzug, Spiel und Predigt wurde gegen Abend in einer Wirtschaft die Fasnet feierlich begraben.

Äschenteufel

In den 1930er-Jahren übernahm die Fasnetsbande Theater und Predigt. Montags zogen die betreffenden Leute von Haus zu Haus, um Lebensmittel oder Geld für den Begräbnisschmaus einzusammeln.


Geschichte
Geschichte

Vor dem Krieg stammten die beliebtesten Motive für Wagen und Gruppen beim Umzug aus dem Zigeunermilieu, aber auch örtliche Vorkommnisse wurden durch Motivwagen glossiert. Die Aktivitäten der Fasnetsbande hielten sich bis zum Jahr 1967. Dann trat eine Pause ein, in der es den örtlichen Wirtshäusern überlassen blieb, ob gefeiert wurde oder nicht. Die Pause war zwangsläufig dadurch bestimmt, dass sich einige wichtige Verantwortliche der Fasnetsbande aus Alters- oder Gesundheitsgründen zurückzogen und der verbleibende Rest sich wieder sammeln musste.


Schmorra

Nach fünf Jahren übernahm 1972 eine Gruppe um Peter Schäfer die Funktion der früheren Fasnetsbande. Sie nannte sich jedoch nicht so und blieb vorerst namenlos, bis sich aus dieser Gruppe die ersten Maskenträger rekrutierten: die „Schmorra“. 

 

Die ersten „Schmorra“ waren Helmut Graw, Albert Haibt, Willi Hirn, Edwin Lachenmaier, Bruno Peters, Peter Schäfer, Kurt Schmid und Edi Wannenmacher. 

 

Die Haussammlung, der Umzug und die Fasnetspredigt blieben als wichtigste Inhalte der früheren Fasnet erhalten. 

 

Aus organisatorischen Gründen wurde der Umzug auf den Fasnetssamstag verlegt. Somit blieb der Dienstag für einen kleinen Kinderumzug, der neu hinzukam.


Die Gruppe der Schmorra vergrößerte sich rasch. Bereits 1973 kam die Gruppe der „Brunnenwaldweible“ dazu, und im Jahr der Vereinsgründung 1976 schlossen sich als dritte Gruppe die „Frundeckgeister“ an.

Geschichte
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In der konstituierenden Sitzung am 25. Juni 1976 wurde Kurt Schmid als erster Zunftmeister gewählt. Der Ruf der NZ Ahldorf lautet: Narri, Narro, mir Schmorra send halt so!